Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wege aus der Krise

Die Überschriften von zwei heutigen dpa Meldungen zeigen sehr plakativ: Es ist ja so simpel die Krise zu managen.
Die erste Überschrift gefunden in der Zeit online heute mit dem Uhrzeitangabe 12:34:Konzept für Quelle-Ausverkauf steht
Dann die zweite Überschrift in der Zeit online mit der Uhrzeitangabe 15:48:Quelle-Ausverkauf: 2100 Mitarbeiter müssen sofort gehen
Beide Meldungen sind von Inhalt nahezu identisch. In der zweiten Meldung wird etwas deutlicher, worum es geht.

Es ist für mich immer wieder unverständlich, warum in Deutschland der Verlust des Arbeitsplatzes existenzbedrohend sein muss. Jobverlust in Deutschland reißt fast immer Partner und Kinder mit rein runter.
Noch unverständlicher ist mir, warum keine der im Bundestag vertretenen Parteien dies bewusst aktiv ändern will.

Diese Punkte steht nicht in den Meldungen über Konzepte und Entlassungen ...

Dienstag, 27. Oktober 2009

Illegal

Wer denkt von den Staatsbürgern einer Nation schon an die Illegalen im Land?
Die Illegalen erscheinen ja nicht in den offizielen Statistiken. Sie sind einfach nicht da. Und doch sind sie da: Es sind Menschen da.
Sie dürfen nicht auffallen, müssen sich aber alles gefallen lassen und haben keine Rechte. Alles Andere bedroht ihre Existenz.

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie wenig dieses Thema die Situation dieser Menschen in Deutschland wahrgenomemn wird. Aber auch aus der eigene Geschichte wird nicht zwangsläufig gelernt.

immerhin bei den Schwächsten der Schwachen wird ab und zu mal hingeschaut. Eine empirische Studie im Auftrag der Diakonie Hamburg in Kooperation mit ver.di hat sich mit der Lebenssituation von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Hamburg beschäftigt. Eine Kurzfassung (graphisch auf schlappe 16 Seiten aufgeprömpelt) und eine Langfassung findest du hier.

Eine Randbemerkung: Wie wenig wir über Illegale wissen, zeigt sich bei der Einschätzung ihrer Größe. Die Studie geht von ca. 6.000 bis 22.000 Menschen aus. Andere Quellen (siehe auch hier)sprechen von bis zu 100.000 illegalen Menschen in Hamburg. Allein in Hamburg...

Lichtblick

Mitten in einer Stressphase zu kränkeln - wer hat das noch nicht erlebt... statt sich zum Sterben zurück zurückziehen zu können (ja, das kann Mann richtig gut kultivieren und celebrieren ;-) , kommen Freunde vorbei. Und bringen Essen mit.

Danke. Einfach nur Danke an H und S!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Impfen - ein Rundumschlag

Impfen ist zu einer Ikone unserer Kultur geworden.

Unbestreitbar ist der Einsatz gegen Krankheiten wie Polio, Röteln, Kinderlähmung etc. Bei den Deutschen wird Kranksein aber immer noch als Schwäche, als eine Form des persönlichen Versagens und des Eigenverschuldens angesehen. Wer krank ist, muss sich rechtfertigen.

Also Krankheiten ausmerzen. Bei der der Wahl der Impfstoffe scheint sich eine A und B Klasse herauszukristalisieren. Wie viele Nebenwirkungen möchtest du denn haben? Kasse oder Patient?
Und kommst du an den Impfstff mit weniger Nebenwirkungen heran?
Kein Wunder, Impfen wird olympisch. Scheller, höher, weiter. Und damit auch zu eine sozialen Phänomen oder deutlicher: Zu einer sozialen Frage.

Doch was passiert beim Imfen? Antikörper regen das Immunsystem an eigene oder weitere Antikörper zu bilden. So weit so gut. Wie bei allen Eingriffen in biologische Systeme gibt es jedoch auch Nebenwirkungen. Und auch Restistenzen. Irgendwann funktioniert das Anregen nicht mehr.

Jetzt mehren sich die Berichte über Resistenzen bei Tamiflu. Tamiflu wurde gegen diverse Grippeformen immer gerne eingesetzt. Nicht nur das, die Vorratshaltung von Tamiflu machte es zu einem Milliarden Geschäft. Das diese Gewinne nicht publiziert werden ist klar, denn dann käme ja jeder dahinter was die Triebfeder ist... und dass Einige sich an dem Gesundheitssystem auf Kosten der Versicherten einer Solidargemeinschaft bereichern.

Zu dem gibt es noch ein kleines weiteres Problem: Der Körper nimmt nicht immer den ganzen Impfstoff auf. Er scheidet ihn wieder - nicht abgebaut - wieder aus. Über Kanalisation, Kläranlagen und Trinkwasser kommt er dann wieder an: Beim menschlichen Organismus.
Das dies kein Pappenstiel ist beschreibt Andrew Singer. Bereits Anfang 2007 hat er publiziert, dass nur ca. 20 Prozent des Impfstoffs vom Körper aufgenomemnund verarbeitet wird. In der FR findes du hierzu eine datailliertere Betrachtung.

Insofern ist ein zögerliches Verhalten bei den avisierten Massenimpfungen gegen Grippe, die am morgigen Montag beginnen sollen, nicht nur richtig sondern auch wünschenswert.

Freitag, 23. Oktober 2009

850 km

Mal wieder ein Fahrerjob. Angenehmerweise für eine Tagung.

Es ist schon von Vorteil, wenn man den Tagungsort kennt (war vor 14 Tagen auch dort[hin] eingesetzt), denn dann gehen verschlossene Türen auch noch nach 22:00 auf :-)
Drei Touren, drei klasse Gespräche. Sehr interessante Fahrgäste, die mit viel Enthusiasmus an ihre Sache gehen. Da macht es Spaß sich auszutauschen...
Es sind aber auch Prommis Etwaszusagenhaber, die sehr viel Lebenserfahrung mitbringen.
Und auch zuhören können... Respekt!!!

- Mal wieder ne Tagung als Teilnehmer erleben zu können, is dringend angesacht!

Montag, 19. Oktober 2009

Semesterauftakt

Wuselig wie immer.

Nach etlichen Jahren treibt es mich wieder zur zentralen Auftaktveranstaltung in die Campushalle. Nach dem ich ursprünglich am Fachschaftsstand aushelfen sollte, kann ich das Ganze in der Distanz mit Kaffee mir anschauen.

Oder Besser: Ich schauen es mir dann nur zeitweise an: Langweilige Reden # 1, Soft Biotopen Caruso, langweilige Rede # 2, ... und es reicht um mich zum Fachschaftsstand zu verkrümeln und mich dort über selbstgebackenen Kuchen herzu machen. Und ein paar Dinge für den Biosemesterauftakt abzukaspern.

Es ist doch immer wieder verblüffend, mit welcher Energie langeweilige Veranstaltungen jedes Jahr im wieder mit viel Elan aufgezogen werden. Respekt. Selbst die Analyse einer Karl Moik Sendung - für Hirnverletzungen wird keine Haftung übernommen - zeigt auf, wie man Stimmung machen kann.

Nachdenklich stimmt schon, dass die Macher der Erstsemestervermüdungauftaktveranstaltung im Bereich der Vermittlungswissenschaften zu finden sind: In Adminstration, Lehre und Studium wird viel zu wenig auf den Faktor Emotion gesetzt. Über die Inhalte... nun gut... aber das ist ein anders Thema...

Sonntag, 18. Oktober 2009

Frøslev Plantage

Es war ein goldener Oktober Tag heute. Es roch förmlich nach indian summer...

Da kann mich kein so gutes Lexikologie Buch halten heuchel. Mein ehrenamtliches Projekt Spaziergänge will auch voran getrieben werden und ich möchte ein paar neue Touren ausprobieren.

Ich habe es noch nicht zu Frøslevlejeren geschafft. Ich kannte Frøslevlejren nur aus der Literatur; mein damaliges Geschichtsstudium hatte mich mehrfach darauf gestoßen. Ich bin zwar vor einigen Jahren mit F und H auf einer Pilzexkursion in der Nähe gewesen, aber das war es dann auch.

Auf in die Frøslev Plantage. Sie ist Jütlands südlichstes Naturschutzgebiet. Kein Wunder, denn die Grenze zu den Deutschen ist schlappe 500 m entfernt.

Zur Vorbereitung dienen mir die sites von Skov- og Naturstyrelsen. Es lohnt sich mal wieder, ein wenig Auswärts zu können. So finde ich dann auch schnell das Faltblatt zur Frøslev Plantage. Das deutsch sprachige Faltblatt wird zwar avisiert, existiert jedoch (heute) nicht unter das angebenen Adresse. Macht aber nix.

Mit dem ausgedruckten Faltblatt schaffe ich es am Zielort gerade noch vom Parkplatz. Ob es an der Karte oder meiner Fähigkeit die Karte zu lesen liegt, sei mal dahin gestellt ;-) Ich komme jedoch durch fantastische Waldwege, kann genüsslich improvisieren und die Hauptwege verlassen.

Dabei muss ich an die aktuelle Diskussion bei den Deutschen in Schleswig-Holstein denken: U. a. soll das Verlassen der Waldwege/Forstwege verboten werden... Ich bin erneut froh in Dänemark zu sein :-) Hier dienst die Natur noch den Menschen und nicht nur Jägern und Grundeigentümern.

Den ins Auge gefassten Rundweg kann ich varieren und sehe schon die Tour mit den Bio Studis. Dabei entdecke ich noch ein fantastisches Heideareal! Das geht durch und durch und ich muss zwei Wege nutzen. Balsam für die Seele...

Mein Auge sieht jedoch nicht nur Landschaft und Pflanzen, sondern auch didaktische Möglichkeiten. Eine solche Tour muss ich unbedingt mit dem Erst- und höheren Semstern gehen.

An Ende der erste Tour ist dann Frøslevlejeren. Eine sehr eigene Sache, ein KZ ähnliches Lager erneut zu sehen. Genauso wie in mir sehr viele Emotionen wach werden [Das deine Tante KZ Aufseherin war, weißt du, Axel ... oder?], genauso wird mir bewusst, dass ich die Tour hier im Rahmen der didaktischen Reduktion ablaufen (lassen) muss.

Über Frøslevlejern werde ich nochmal später bloggen.

Skov- og Naturstyrelsen bietet noch eine zweite Tour in der Frøslev Plantage an. Höhepunkt dieses Weges, den ich diesmal nach Vorgabe gehe, aber als Spaziergang varieren werde, ist ein idyllisches Feuchtgebiet. Und wie auch bei der ersten Tour (weitestgegend) genieße ich es: Kein Mensch in der Nähe... und dass am Sonntag Nachmittag!

Touren in Dänemark sind anders als bei den Deutschen: An den zentralen Ausgangspunkten sind (werbefreie!!!) Faltblätter mit Tourenvorschlägen und Informationen zu Biologie und Geologie for free in unaufdringlichen Kästen zu entnehmen. Ja, Natur soll hier bei uns erlebt werden... So etwas macht man in diesem Umfang nicht in Deutschland. Denn das wäre ein Investition in Menschen - und wer sollte das bezahlen...

So komme ich denn am Ende eines goldenen Oktobertages auch zu einem deutschspachigen Faltblatt ;-) Gebraucht hab ich es nicht wirklich.

Es is ne reine Weltverperlung!

Es geht heute abend wieder los:

Dittsche is wieder da!

Samstag, 17. Oktober 2009

Aus meinem Leben oder Satire auf Ballhöhe

Eine der wenige guten Sendungen im Puschenkino Fernsehen, die gutes Kabarett bieten, ist Strattmanns -Jupps Kneipentheater im Pott. Das setting, die Welt aus der Perspektive des Kneipenwirts zu betrachten, gefällt mir. Zu dem können Spießer dieser Perspektive wahrscheinlich nix abgewöhnen...

Jupps Gäste sind zu dem handverlesen. Das Verhältnis zwischen Stammgästen und special guests stimmt und gewährleistet den schmalen Grat zwischen Comedy und Kabarett. Nicht um sonst ist der Sendeplatz Samstag, 21:45. Der WDR weiß schon was er da macht! Das tut dann nach dem ZDF Krimi auch richtig gut...


Heute waren es dann auch die u. a. beschriebenen Strandkorb und Sandburgen Exzesse, bei denen ich eine klaren Ort vor Augen hatte. Bestätigt wurde ich dann als Jupp zum Ende der Sendung Ecktown direkt erwähte...

Ecktown ist wirklich ein bisschen speziell. Das tut den den dort wohnenden Menschen, wie U, keinen Abbruch. Aber die Spießigkeit hat sich seit meiner Schulzeit MItte der 70er in Ecktown konsequent weiterentwickelt.
seufz

Das konnte ich kürzlich mal wieder erfahren. Im wahrsten Sinne, erfahren...
Tröstlich ist doch, dass ich nicht der Einzige bin, der das bemerkt.

Blogfreie Zeiten...

... bedeuten nicht, dass man nix erlebt hat, sondern im Gegenteil...
Und bloggen heißt nicht, Belangloses zu posten.

Montag, 21. September 2009

Recycling

Ich komme eben von ner Tagung aus Kiel zurück.

Gut war der Austausch mit meinen Kollegen und das wir dort gemeinsam wahr genommen wurden. Simple Präsenz ist oftmals mehr als nur wichtig; auch wenn sie oft von Zeitdieben (einge-) fordert wird. Die Entscheidung, Inhalte von Bildung für nachhaltige Entwicklung über ein Spiel zu transportieren, zu vermitteln, war gut. Ich nehme da einige gute Ideen mit. Leider war das Spiel zu lang. Da bringt auch das sehr gute Miteinbeziehen der Zuschauer nix, auch wir sind vorzeitig abgefahren...

Zu einem absoluten Reinfall hat sich allerdings der Hauptvortrag entwickelt. Die Präsentation erinnerte der Form mehr an die Sendung mit der Maus als eine richtungsweisenden BNE Vortrag. Krönung eines schlimmen Redeschwalls war das Ende des Vortrags: Weder eine konkrete Aussage, geschweige denn eine konkrete Forderung. So schlimm waren auch nur wenige Pädagogik Schwaller Seminare in meinem langen und erfüllten Studentenleben.

Inhaltlich war es ein Aufguss oder besser misslungenes Recycling von 70er/80er Jahre Thesen. Damals waren die Thesen des Club of Rome noch neu genauso wie das Schlagwort think global, act local und Schattenwirtschaft eine bereits praktizierte Art der angeboten Form von dem was heute als green new deal bezeichnet wird.

Kein Wunder, dass auf eine Diskussion verzichtet wurde. Das angebotene Gespräch mit dem Referenten (immerhin hieß er Prof. mit Vornamen) wurde dann auch nicht gerade sonderlich nachgefragt... )
Recycling macht nur durch Wiederverwertung der alten Rohstoffe bzw. hier Thesen Sinn. So war es eine vertane Verschwendung von Ressourcen. Nachhaltigkeit ist eben nicht per se gegeben.

AJs verden

Danmark er et dejligt land...

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aj-flensborg - 2012-09-02 16:32
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Wow, ich dachte, ich hätte schon lange nichts mehr...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-07-23 19:59
Fisch Sonntag (16)
Überbackenes Schollenfilet. Schnell. Lecker. MSC Zertifziert. Salat....
aj-flensborg - 2012-01-15 22:53
Also eigtl. sollte da...
Also eigtl. sollte da jetzt ":S" stehen!
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:24
*hehe* Die von Kabel...
*hehe* Die von Kabel Deutschland sind auch nicht viel...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:23

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Zuletzt aktualisiert: 2012-09-02 16:32

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