Mittwoch, 17. Februar 2010

Noch mehr Werbewahn

Am vergangen Sonntag, es war der 14. Februar, flatterte mir ne Werbung von Lidl ins Haus. Unmissverständlich bekomme ich Kaufangebote für die kommende Woche dargeboten.

Super! Unter Rubrik Aus unserem Sortiment bekomme ich für die kommente Kaufwoche auf ner ganzen A3 Seite Köstlichkeiten zum Osterfest präsentiert. Eine Grobrecherche meinerseits ergibt allerdings, dass die Ostertage erst 2. bis 5. April sind...

Welcher gesunde Kopf kauft Osterschlicksüßkram schon sechseinhalb Wochen zuvor ein??? Is schon ne Ecke krank...

Dienstag, 16. Februar 2010

Werbewahn

Eben geht mir ne Werbeanzeige ins Auge, die auch im Netz zu finden ist.

Gut. Was n Friseur is, krich ich noch hin. Beratung auch noch. Auch mit Styling beim Friseur kann ich noch was anfangen.

Da mag die Wellness-Haarwäsche eine aufgeplusterte Werbemasche auf dem Gesundheitstrip segeln. Allerdings beim Systemhaarschnitt spätestens fass ich mir doch an den Kopf. Ein hariger bullshit.

Montag, 15. Februar 2010

Gaga Guido

Lieber Guido Westerwelle,

da du stark, ich hoffe nicht pathogisch, aber dennoch verhaltensauffällig, unter Realitätsverlust leidest:
Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein. Wie du Wohlstand definierst, hast du in der Welt beschrieben.

Ich wünsche dir ja nix Böses. Aber bitte dann gebe mal deine bisherigen Aktivitäten auf und lass Beine und Seele mal in der von dir skizierten sozialen Hängematte baumeln. Und das für - zunächst - zwei Jahre.

- Kein guter Vorschlag? Gefällt dir nich? Is dir auch zu arrogant?
Na gut, da du wohl innenpolitisch ein wenig geistig blockiert überfordert bist, mach mal deinen derzeitigen Job.

Auch die Süddeutsche schreibt pointiert in diese Richtung:
FDP-Chef Guido Westerwelle doziert zur Weltgeschichte: "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein". Was davon wohl der Außenminister hält? Ich geb dir auch nen Tip:Libyen lässt EU-Bürger nicht mehr einreisen

Die libysche Regierung hat für Millionen Bürger Europas drastische Einreisebeschränkungen erlassen. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, bekommen Deutsche und Bürger anderer Schengen-Staaten bis auf weiteres keine Visa mehr ausgestellt. Auch bereits erteilte Visa seien ungültig. Eine offizielle Bestätigung oder Begründung Libyens gibt es bislang nicht.

Das ist auch viel lustiger mit Gadafi und so. Kenns du doch... Oder nich? Na, dann lass dir mal von deinen Ministeriellen die Geschichten mit den Waffen, Profiten, deutschen Interessen und so erzählen. Da geht es zu dem auch um Asche. Und das ganz viel. So viel, dass du damit viele, viele, viele Mittelstandsarbeitsplätze schaffen könntest. Wenn du nur wolltest...

Ansonsten gilt auch hier zum Thema Hartz IV für dich das das gute Wort von Dieter Nuhr: Wenn man mal keine Ahnung, einfach die...
Schlag' s mal im Internet nach. DAS schaffst auch du!

Montag, 8. Februar 2010

Pädagogisch unwertvoll

Ich mühe mich Fachzeitschriften zumindest regelmäßig durchzublättern und ausgewählte Artikel zu lesen. Heute fiel mir das Januar 2010 Heft der Unterricht Biologie in die Hände und dann fiel aus dem Heft eine Werbebeilage.

Dort wird der Mobil-Sichtschutz 'Clausura' präsentiert.

"Dank dem leichten und schnell aufstellbaren Mobil-Sichtschutz "Clausura" kann der Klassenraum innerhalb kurzer Zeit und mit minimalem Aufwand für Prüfungen hergerichtet werden. Der Schüler erfährt weniger Ablenkung, kann sich voll auf den Test konzentrieren und damit seine persönlich optimale Leistung erbringen. Ein Abschreiben ist ausgeschlossen."

Worum geht es da? Es geht nicht wirklich um die Kontzentration des Schülers. Jeder Anfänger im Denken weiß... Die Erfahrung lehrt uns, dass das Ausschalten von Sinnen eben nicht ohne Konsequenzen bleibt. Wenn also optische Reize (hier ma besten Willens die Klausur des Nebenan) reduziert werden, werden die anderen Sinne umso sensibler. Und bei Klausuren gibt es eine von Geräuschen, Düften etc. Ablenkung pur...

Auch ist die Art und Weise des Klausurschreibens dich an dicht imho unwürdig. Aber auch da stehe ich mit dem Klausurwesen viel zu sehr auf Kriegsfuß. Was wird bei Klausuren abgefragt? Wissen - oder ist es nicht doch primär die Fähigkeit der punktuellen schriftlichen Wiedergabe?

Zu dem fördert die sichtgeblendete Klausur nur noch das Einzelkämpfertum. Auch wenn ich einräumen will, das Leistungen individuell festgestellt werden sollen, gibt es dennoch bessere Maßnahmen als Blendwerke. 'Clausura' ist mehr Geldschneiderei denn ein pädagogisch wertvolles Instrument.

- Noch ma nachgetreten: Was spricht eigentlich gegen Abschreiben? - Das entscheidende Moment beim Lernen soll doch der Lernfortschrit sein. Bei Klausuren tritt er (überwiegend) erst in der Nachbearbeitung ein. Und da sieht es übel aus. Jeder Leser möge sich mal das Nacharbeiten der eigenen geschriebenen Klausuren wieder hervorrufen... Faszinierend, dass wir hier bei allen Diskussionen um pädagogisch wertvolles Handeln mehr als nur Defitzite haben... In Noten ausgedrückt: Das ist ne glatte... Setzen!

Aber auch das Sitzenbleiben ist nicht gerade pädagiogisch sinnvoll. Wie wir inzwischen auch begriffen haben...

Sonntag, 7. Februar 2010

Vorträge

Es ist ein Privileg eine Hochschule in der Nähe zu wissen. Wer wie wir zwei Hochschulen im Dorf hat... ud diese nicht zu nutzen weiß, verschenkt sein Potential und macht es sich unnötig schwer im Denken.

Weg vom pastoralen Teil. Konkret hatte ich vor einigen Tagen das Privileg sechst Vorträge zu genießen.

Der erste war von Carmen Heine, Århus. Sie sprach über ein Modell zur Produktion von Online-Hilfen: Ein induktiv-deduktiver Schreibprozessforschungsansatz zur Modellentwicklung für die Softwaredokumentation.
Für insider war es eine spannende Hochschulsynthese. Ansätze von FH Flensburg, Uni Flensburg und Handelshøjskolen, Århus Universitet. Aber auch gerade da war die Schwäche des Vortrags. Mir fehlte die Zielsetzung. Wäre das ganze als Vorstelleung einer Dissertation deklariert worden, dann wäre es ok.
Gut war, dass mir bei einem Kernpunkt auf sprachwissenschaftlicher Ebene ein Licht auf ging. Nicht schlecht für eine bevorstehende Prüfung...
Auch interessant waren Aspekte des proxemischen Verhaltens, des Aufbaus von Pointen und eine Reihe rhethorischer Figuren.

Der zweite Vortrag war eine Antrittsvorlesung an der Flensburger Uni von Ralf K. Wüstenberg: Gibt es eine Politik der Versöhnung? Theologische Anmerkungen zu den Aufarbeitungsprozessen in Südafrika und Deutschland.
Eine spannende Fragestellung. Auch wenn es mir widerstrebt, die Umwälzungen bei den Deutschen um 1989 mit denen in Südafrika (Sturz des Apartheitsregimes) zu vergleichen.
Um dennoch schaffte es Ralf Wüstenberg Versöhnung nicht als akademischen Betrachtungsgegenstand erscheinen zu lassen.
Das macht Lust auf mehr Auseinandersetzung/Diskussion. Ralf Wüstenberg hat das Potential nicht nur für die Studiengänge der Universität Flensburg, sondern für die gesamte Region ein Gewinn zu werden.
Dafür spricht auch, dass ich mich kurz danach an ihn gewandt habe und eine interesante Rückmeldung bekommen habe. Das Thema Südafrika wird sicherlich nicht das letzte mal an durch der Univerität Flensburg vertreten sein.
Denn auch da muss die Reise hingehen: Hochschule hat nicht nur eine wissenschaftliche Komponente, sondern auch eine Verpflichtung für die Region.

Auch das ist ein nicht unwesenltliches Kriterium bei vier Probevorlesungen für eine Berufung auf eine Professur. Auch wenn das Ganze hochschulöffentich war, stellen sich ein paar Fragen:
  • Wenn ich mich auf eine Professur bewerbe, reicht es aus, lediglich meine Dissiertation vorzustellen?
  • Warum schaffen es Menschen sich wieder besseren Wissen so unvorteilhaft vorzustellen?
  • Wie geht es an ,dass man nicht einmal den eigenen Vortragsinhalt im Griff hat?
  • Wie kann es sein, dass die ausgeschriebene Stelle dermaßen schlecht ausgestattet ist? - Da hat mancher Oberdingsbumsrat an nem Gymnasium mehr am Monatsende in der Tasche und auch besseren Minimalsupport aus der Adminstration...
  • Was treibt Menschen an den Titel Prof. zu bekommen?
  • Ist dieser neue Mitarbeiter ein Gewinn für den Betrieb und auch für die Region? - Das Elend mit den Spagatprofs, die sich gerade mal in der Woche 24 bis 72 Stunden am Ort ihrer Hochschule während der Vorlesungszeit aufhalten, ist ein Krebsgeschwür.
Fragen über Fragen... die sich nach Vorträgen ergeben...

;-)

Samstag, 6. Februar 2010

Lichtblick

Heute ist ein guter Tag.
Vor 08:00 zur Arbeit laufen und nach 16:30 wieder nach Hause gehen - und es ist hell.
Und das liegt nicht an dem weißen Rummgefussel...

:-))

Freitag, 5. Februar 2010

Immer noch nix kapiert, Trainer???

Er hat das mit den Ausländernimmer noch nicht mitgeschnitten, der Bundestrainer Heiner Brand. Es wohl schon weit mehr als ein Jahr her, als der Nationaltrainer Heiner Brand sich beklagte, dass zu wenig 'Deutsche' bei der SG Flensburg Handewitt spielen.

Bemerkenswert. So einen Kack etwas in einer Grenzstadt zu sagen, ist schon mutig. Denn es zeugt nicht nur von von einer geographischen Unkenntnis, sondern von einer unglaiubliche Ignoranz gegenüber den Menschen dieser Region.

An anderer Stelle (Sekundarstufe I) wird nicht mehr nur deutsche Geschichte, sondern europäische Geschichte, gelehrt und spätestens bei der immer wieder auf uns niederprasselnden Europawahl mit einer endlosen Kanditatenkür von Abzockern politischen Flachpfeifen soll es die Grenzen nicht mehr geben.

Heute lese ich, dass Heiner Brand erneut zugeschlagen, verbal zugeschlagen, hat. Und ich hab nun ne andere Vermutung, wie der bundesdeutsche Nationalschnautzbartträger tickt.

Auslöser war Kritik und Weigerung aus Kiel für ne PR Tour des DHB nach Amiland Vereinsspieler abzustellen. Dazu schreibt die online version der Welt heute: Für die Länderspielreise der Nationalmannschaft im Juli in die USA werde er keinen Nationalspieler abstellen, kündigte Alfred Gislason an. "Das machen wir nicht mit", sagte der Trainer des Rekordmeisters THW Kiel und drohte unverhohlen damit, dass seine Auswahlhandballer bei einer freiwilligen Teilnahme an der Reise nach Chicago "bei mir nicht mehr spielen" werden. Ein klassisches Konfliktpotential zwischen DHB und den die Spieler bezahlenden Vereinen. So ein Verein mag es eben nicht, wenn man auf seine Kosten das Kapital den Spieler abnutzt auf das Spiel setzt.

Weiter wird dann berichtet: Ein derartig angekündigter Boykott ist ein Novum in der Branche und kommt für den leidgeprüften Bundestrainer völlig überraschend. "Das ist schon starker Tobak", sagte Brand der WELT KOMPAKT. "Da greift ein ausländischer Vereinstrainer in die Belange der Nationalmannschaft ein, und das geht eigentlich nicht."

Und nun wird es schon klarer, dass Heiner Brand nicht nur der der Chef einer Truppe mit Beutedeutschen eingebürgerten Sportflüchtlingen ist. Nein, der Mann hat ein gesptörtes Verhältnis zu Nichtdeutschen.

Heiner, du musst nicht nur ein bisschen mehr Taktikumsetzung und Spielwitz ins team bringen, sondern wohl doch auch noch mal gründlich nachdenken: Was dürfen deutsche Trainer und was dürfen ausländische Trainer in der Liga? Etwa das Gleiche???

Überall ist man Ausländer. Fast überall. Aber das nur nebenbei.

Montag, 1. Februar 2010

Traditionell...

... findet diesen Monat wieder meine Ernährungsumstellung statt.

Abstrus wie sie gekommen ist, so freue ich mich - schon seit Tagen - wie nie zuvor darauf. Und auch ein gestriges Telefonat zeigt mir, dass ich mit dieser Umstellung nicht allein bin.

Es geht eben nix über einen selbstgestrickten Glauben... mit Freunden...

:-)))

AJs verden

Danmark er et dejligt land...

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aj-flensborg - 2012-01-15 22:53
Also eigtl. sollte da...
Also eigtl. sollte da jetzt ":S" stehen!
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:24
*hehe* Die von Kabel...
*hehe* Die von Kabel Deutschland sind auch nicht viel...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:23

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