Freitag, 27. Februar 2009

Realsatire

Es gibt einen Vorteil von Krisen:
Kabarett und Satire bekommen wieder ungeahnten Zulauf. Sowohl vom Publikum als auch von den 'Produzenten der Verhältnisse'.

Heute ist es der Billigflieger Ryanair. Ich las eben nen Artikel über den Beschiss bei den Flugkosten. Die Überschrift sagte schon alles: Ryanair überlegt WC-Gebühr im Flugzeug Kacken kostet. Wir machen schon ziemlich viel durch, aber es ist ja schon erstaunlich, auf welche Ideen Menschen kommen können. Bis zur Atemsteuer ist es wohl nicht mehr weit weg.

Das Einzige, dass weit weg ist, ist das Hirn bei solchen Ideen. Und sie vernichten zu dem weitere Arbeitsplätze in Krisenzeiten: Bei solchem Durchfall werden es Satiriker noch schwerer haben. Realsatire ist ein Jobkiller.

Sonntag, 22. Februar 2009

Umwelt Papier Voodoo

Freitag und Sonnabend hatte ich mehrere Sendungen im Briefkasten. Klar, dass auch jeweils irgendwelcher Werbekram dabei war.

Nix Besonderes, wäre ich nicht am Samstag über die selbe 'Sendung' wie am Vortag gestolpert: Ein Zettel mit einem angebacktem Aufkleber. Der Umwelt zuliebe:
Keine Werbung in Plastikfolie
Es folgen auf dem Zettel eine Reihe von Argumenten, sechs guten Argumenten gegen in Plastefolie verpackte Werbung. Den Argumenten folgt die Handlungsaufforderung den angebackten Aufkleber: Der Umwelt zuliebe: Keine Werbung in Plastikfolie an den Briefkasten zu kleben.

Naja, dass ich den Zettel an zwei auf einander folgenden Tagen doppelt bekommen habe, hefte ich mal als logistische Panne Unzulänglichkeit ab.

Schräge ist der Aufkleber selber: Papier mit Kunststoffüberzug...

Letzte Zweifel an der Seriösität des Zettels bestätigt der vermeintliche Absender: Eine "Aktion: Verantwortung für die Umwelt" will es gewesen sein. Keine Adresse oder Internet Präsenz. Und das in einem Land, in dem immer noch Schülerzeitungen zensiert werden von Schulleitungen formal untersagt werden, wenn das Impressum fehlt oder nicht korrekt ist.

Dafür sind auf dem Zettel drei Varianten eines Logos mit stilisiertem Blatt zu sehen, so dass man schnell meint, es irgendwie irgendwo irgendwann schon mal gesehen zu haben.

Dummdreist gemachter Werbemüll gegen Werbemüll. Ob das nun eine Beschäftigungsinitive Penetration für schon überlastetete Postzusteller oder ein Richtungsstreit unter konkurrierenden Werbemüllern ist, einer zahlt durch die Aktion garantiert drauf: Die Umwelt.

Das Ganze ist eine Sauerei, die ihresgleichen sucht. Und zudem auch von Vielen nicht entlavt wird...

Freitag, 20. Februar 2009

Kandidat gefunden!

Die Selbsttötung von Menschen ist nur schwer zu fassen.

Noch schwerer zu fassen sind sprachliche Äußerungen aus der Amtssprache.
Im Zusammenhang mit den Familientragödien in Harrislee und Bad Bramstedt der letzten Tage wurde in den Medien das Wort erweiterter Selbstmord sehr häufig verwendet.

Diese Phrase ist mit Sicherheit Kandidat für das 'Unwort des Jahres'. Wäre ich mir nicht sicher, dass noch eine Reihe weiterer 'sprachlicher Auffälligkeiten' in diesem Jahr praktiziert werden...

Mittwoch, 18. Februar 2009

Warum denn nicht gleich pränatal?

Es gibt ja gute und schlechte Projekte.
Und Projekte, die das Eine vorgeben, aber das Andere sind.

Unbestritten gehört zu den guten Projekten, Zeitungen in Schulen zu lesen, sie dort zum Unterrichtsgegenstand zu machen. Das ist ein Klassiker, der auch heute noch immer wieder gut und peppig neu aufgelegt werden kann.

Klar, das die Zeitungsverlage solche Projekte nicht nur gerne sehen, sondern auch gerne und gut unterstützen. Denn Zeitungsleser werden älter, älter und älter und wenn sie denn gestorben sind... zahlen sie nicht mehr. Nachwuchs muss also rechtzeitig angefixt angeworben rekurtiert geworben werden.

Da schlägt dann der shz Verlag auch wieder zu. Deren Haus Pädagoge Peter Struck erklärt uns in diesem Zusamenhang auch, was in den Kindergärten so vor sich geht. Warum auch nicht... Zwar können Kinder in der Breite der Zielgruppe noch nicht lesen... Da hilft es dann auch nicht, wenn Peter Struck versucht, etwas Transparenz in der Arbeit der Kindergärten zu schaffen.

Das Abitur wird schließlich schon in der Grundschule gemacht. Die Abschlüsse müssen früh stehen, denn die Deutschen lieben das Diskriminieren Selektieren. Denn nur so kann die Elite geschaffen werden. Also werden Kulturtechniken, wie Lesen, auch in die Elementarpädagogik verlagert. Schadet ja nicht, solllte man glauben...

Die Realität sieht jedoch anders aus. Schaut euch mal - beispielsweise - in den kommunalen Kindergärten um. Schaut euch mal die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen an, wieviele Kinder in einer Gruppe sein müssen, damit der Träger 'vernünftig wirtschaften kann', schaut euch mal die oft fehlende oder völlig unzureichende Sprachheilförderung an, schaut euch mal die Probleme der Migrantenkinder an, schaut euch mal die Elternarbeit und und und und....
Nein, das Ganze ist natürlich auch nicht kostenfrei.

Die Elementarpädagogik ist bei den Deutschen ein Scherbenhaufen und droht zur blanken Kinderaufbewahrungsinstitut zu verkommen. Wenn es denn genügend Plätze gibt.

Inhaltlich halte ich es für sehr zweifelhaft Kinder deiser Altersgruppe mit Zeitungen zu beschäftigen. Es gibt im Alter bis 6 Jahre andere Herausforderungen. Die Bildung von kognitiven Fähigkeiten gehört in de Schule. Das magisch-mytische Alter der Kinder wird schon zur Genüge durch die kinderfeindliche Kultur der Arbeitwelten, Fernsehwelten und Wohnwelten - um nur einige wenige beim Namen zu nennen - belastet.

Nicht jede Welt der adulten Humanoiden läst sich vorverlegen. Schon gar nicht bei aus aus ökonomischen Interessen.

Dienstag, 17. Februar 2009

Scheinfrei...

... und zur Prüfung zugelassen!!!
Und endlich ma nicht alles auf den letzten Drücker...

Das zählt doch wohl doppelt ;-)

Und deshalb bin ich wohl auch recht gelassen vor der Examensklausur am 24....

Samstag, 14. Februar 2009

Vaterlandverteidiger

Klasse. Jeder noch so unbedarfte PC Nutzer (von windowsbasierten Betriebssystemen) sollte langsam wissen, wie wichtig updates sind. Auch updates von Virenscannern.

Dann die heutige dpa Meldung in der Frankfurter Rundschau:
Hunderte Bundeswehr-Rechner von Computer-Wurm befallen
Berlin. Ein seit Wochen weltweit grassierender Computer- Wurm namens "Conficker" hat mehrere hundert Bundeswehr-Rechner befallen. "Einzelne betroffene Dienststellen wurden vom Bundeswehr- Netzwerk getrennt, um eine weitere Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Derzeit gebe es aber keine weiteren Einschränkungen. Der Computer-Wurm hatte in der Vergangenheit auch schon Rechner von Streitkräften anderer europäischer Staaten befallen. (dpa)
Tscha, da kann dann auch nix mehr machen. Wir Bürger wissen schon seit einigen Wochen von 'Conficker', aber die Bundeswehr ist einfach dümmmer. Dümmer als erlaubt. Aber vielleicht ist das auch nur eine Form der Konversion. Dann fällt der nächste Krieg eben aus. Auch gut.

Nachsatz 2009-02-16:
Heute ist die Printpresse auch voll mit ähnlichen Meldungen. Laut der Baseler Zeitung ist dem Problem schon im Oktober 2008 mit einem update Angebot begegnet worden. Andere Quellen sprechen von Ende November 2008.

Aber es bleibt dabei. Warum die Bundeswehr ihre Rechern so schlampig wartet, fällt wahrscheinlich unter die militärischen Geheimhaltung. Dummheit ist ab sofort ein militärischer Sicherheitsbereich. Vorsicht! Suizidaler Schusswaffengebrauch!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Frauensache

Es ist immer wieder faszinierend, wie man in das tradierte Verhalten der humanoiden Geschlechter fällt. Oder wie schnell man sich in den tradiereten Rollenmustern wiederfindet.

Besuch einer Freundin.
Besuch des Badezimmers.

Den ersten Teil des sich anschließenden Dialogs lass ich ma aus 'persönlichkeitsschutzbedingten Gründen' weg.

"Du brauchst eine neue Bürste."
Diese Bemerkung wird dann mehr oder weniger weggegrummelt. Is auch besser so. Für die Kommunikation...

30 Minuten später lass ich es mich dann doch nicht nehmen und checke mal das Bad.
Das bürstenchecktechnische Ergebnis:
  • 1 Zahnbürste
  • 1 Klobürste
  • 1 Nagelbürste
Bleibt der Satz:
"Du brauchst eine neue Bürste."

Ergebnis auf der folgenden Handlungsebene:
2 Bürsten ausgetausch und ersetzt.
1 Bürste weggeräumt. Weil noch akzetabel. Für mich.

Noch Fragen?

Sonntag, 25. Januar 2009

Etwas mehr content...

...würde ich schon gerne bloggen.
Grippe und Studium lassen mich jedoch andere Schwerpunkte setzen.

Hab im Moment ziemlich die Nase voll...

AJs verden

Danmark er et dejligt land...

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Auch wenn ich gerade von ner Exkursion auf Hallig Hooge...
aj-flensborg - 2012-09-02 16:32
Wow, ich dachte, ich...
Wow, ich dachte, ich hätte schon lange nichts mehr...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-07-23 19:59
Fisch Sonntag (16)
Überbackenes Schollenfilet. Schnell. Lecker. MSC Zertifziert. Salat....
aj-flensborg - 2012-01-15 22:53
Also eigtl. sollte da...
Also eigtl. sollte da jetzt ":S" stehen!
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:24
*hehe* Die von Kabel...
*hehe* Die von Kabel Deutschland sind auch nicht viel...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:23

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Zuletzt aktualisiert: 2012-09-02 16:32

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