Sonntag, 19. Oktober 2008

"Ist es das Wert?"

Unter obigem Titel hat die Frankfurter Rundschau am vergangenen Donnerstag eine gute Artikel Serie zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan gebracht. Der Aufmacher war imho sehr gut gelungen: Die erste Seite zeigte Bilder von getöteten deutschen Soldaten.

Anlass war die Entscheidung des Bundestages bis zu 1000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Das Abschicken von Papieren ist ja herrlich einfach, ein Marschbefehl genausoschnell unterzeichnet. Das mit dem Letzten Menschen in den Krieg geschickt werden, ist genauso schnell ausgeblendet, wie dass Töten und Getötet werden, zum Altag des Kriegs gehören und nur konsequent sind.

Das wollen wohl die wenigsten wahrhaben. Die Frage "Würde ich meine eigenen Kinder, Eltern, Geschwister in den Krieg schicken?" wird zu wenig gestellt.
In unseren eigenen Köpfen.

Lesen kann ein gutes Mittel zur Erklenntnisgewinnung sein. Es lohnt sich eben, nicht nur die lokale Weltpresse zu lesen.

Kleingarten Ende

Den Kleingarten habe ich in der letzten Zeit sträflich vernachlässigt.

Die Pistole auf die Brust gesetzt, entweder oder... steig ich aus.

- Auch am Tag danach bin ich noch bannich stinkich. Dabei bin ich mir nicht ganz sicher, was mich mehr ärgert: Meine Vernachlässigung oder die dichotome Entscheidungssituation. Wie immer weiß ich es eigentlich, habe aber keine Lust auf rationale Klärung.

Da die Sonne strahlt, geh ich jetz am Sonntag Vormitach ersma laufen. Meine Cholerik rauslassen... in ne poduktive Richtung gehen laufen lassen...

Mittwoch, 1. Oktober 2008

EU Deutsch

Deutsch ist eine schwere Sprache.

Sie ist so gar für die Deutschen recht schwer. So schwer, dass die Deutschen es besonders schwer haben, eine Vereinfachung ihrer Rechtschreibung auf den Weg zu bringen. Einfacher ist es schon, Neuerungen prinzipiell abzulehnen.

Wie schwer mag diese Sprache nur für Menschen sein, die nicht mit ihr auf gewachsen sind? Ein Musterbeispiel ist die web site des EU Buch Shops.

Nach einer Bestellung erhielt ich eben folgende Bestätigung:
Bestellung erfolgreich eingereicht

Sehr geehrter Benutzer Ihre Bestellung wurde verschickt an EU Bookshop benutzend 2xxxx3 wie die Bestellnummer
Bitte benutzen Sie den Link des 'Bestellungsablaufs' um Ihre Bestellung zu verfolgen 7xxxxxx0 wie das Bestellungspasswort, HEBEN Sie das Passwort für später AUF, solange die Bestellung läuft. Falls Sie es verlieren können Sie den Verlauf der Bestellung nicht verfolgen und geht verloren Sie müssen auch diese Nummer benutzen '2xxxx3' wie die Bestellungsnummer wann immer sie verlangt wird.

Fahren Sie mit dem Einkauf fort
Ist einfach zu verstehen, nicht wahr?

Software Lokalisierung scheint nicht gerade die Stärke der EU zu sein.
Sprache ist ja auch nur eine Grundlage der Kommunikation... in der EU...

Aber warscheinlich ist auch das nur ein EU Zustands Indikator.

Sonntag, 21. September 2008

Weg nach Helgoland

Montag beginnt meine Helgoland Exkursion. Mit Google Maps dachte ich eben mal den Weg dorthin planen zu können.

Doch nix da. Gibt keinen Weg dort hin mit dem Auto. Schon klar, dass es auf
Helgoland keine Autos gibt automobile Verbrennungsmotoren geben soll. Also keine Anzeige.

Aber Google Maps bietet noch ne Alternative: Der Fußweg nach Helgoland... top Idee...

Aber so lautet dann die Wegbeschreibung:

[...]
1. Südwest auf Glücksburger Straße Richtung Adelbykamp
0,6 km
2. Rechts halten bei Angelburger Straße/L21
0,2 km
3. Bei B199/Friedrich-Ebert-Straße links abbiegen
0,5 km
4. Weiter auf Husumer Straße/K25
1,2 km
5. Links halten, um auf Husumer Straße/K25 zu bleiben
Weiter auf Husumer Straße
2,6 km
6. Weiter auf Flensburger Straße/K126
Weiter auf K126
Den Kreisverkehr passieren
3,9 km
7. Bei B200 rechts abbiegen
24,6 km
8. Bei Hauptstraße/K49 links abbiegen
13 m
9. Bei Landstraße rechts abbiegen
3,0 km
10. Weiter auf Pfahl
2,6 km
11. Bei K62/Natostraße links abbiegen
42 m
12. Bei B201/Hauptstraße rechts abbiegen
Weiter auf B201
1,0 km
13. Bei Mildstedter Weg links abbiegen
0,5 km
14. Rechts abbiegen
0,4 km
15. Links abbiegen
0,8 km
16. Scharf links Richtung Husumer Straße/K134
0,6 km
17. Bei Husumer Straße/K134 rechts abbiegen
0,7 km
18. Bei K51/Rosendahler Weg links abbiegen
1,1 km
19. Bei L37/Ostenfelder Landstraße rechts abbiegen
54 m
20. Bei K135/Mauweg links abbiegen
0,5 km
21. Bei Hauptstraße/K135 links abbiegen
0,4 km
22. Bei Westerreihe rechts abbiegen
0,8 km
23. Weiter auf Westerweg
3,1 km
24. Bei K55 rechts abbiegen
14 m
25. Bei Dammkoog links abbiegen
1,8 km
26. Rechts Richtung Hakenhof abbiegen
0,7 km
27. Links halten bei Hakenhof
0,2 km
28. Bei K1/Norddeich rechts abbiegen
65 m
29. Links Richtung Dingsbülldeich abbiegen
0,8 km
30. Bei Dingsbülldeich links abbiegen
1,7 km
31. Rechts halten bei K1/Norddeich
Weiter auf K1
1,5 km
32. Weiter auf Dorfstraße/K22
0,3 km
33. Bei B202/Bundesstraße links abbiegen
Weiter auf B202
2,3 km
34. Rechts halten bei B202/Tönninger Straße
89 m
35. Weiter auf L156
11,4 km
36. Bei Asmusweg rechts abbiegen
2,1 km
37. Bei Hemmerfeld links abbiegen
0,6 km
38. Rechts Richtung Gohweg abbiegen
1,8 km
39. Geradeaus auf Gohweg
1,5 km
40. Nach links abbiegen, um auf Gohweg zu bleiben
0,8 km
41. Rechts halten
2,0 km
42. Rechts abbiegen
0,5 km
43. Links Richtung L156 abbiegen
0,5 km
44. Bei L156 rechts abbiegen
60 m
45. Links Richtung Wulfenhusen abbiegen
1,1 km
46. Geradeaus auf Wulfenhusen
1,8 km
47. Weiter auf Hödienwisch/K59
0,3 km
48. Bei Hödienwisch rechts abbiegen
0,4 km
49. Nach links abbiegen, um auf Hödienwisch zu bleiben
0,9 km
50. Bei Jarrenwisch rechts abbiegen
0,8 km
51. Geradeaus auf Wulf-Isebrand-Straße
1,2 km
52. Bei Dohrnstraße/L154/L156 links abbiegen
56 m
53. Bei Büsumer Straße/L156 rechts abbiegen
0,6 km
54. Im Kreisverkehr Erste Ausfahrt (L156/Lollfuß) nehmen
Weiter auf L156
6,4 km
55. Bei B203/Hauptstraße rechts abbiegen
0,2 km
56. Bei Am Flugplatz links abbiegen
1,5 km
57. Weiter auf Gierenweg
0,8 km
58. Rechts abbiegen
0,5 km
59. Bei Heider Straße links abbiegen
0,6 km
60. Bei Am Bauhof links abbiegen
0,1 km
61. Bei B203/Hafentörn links abbiegen
1,2 km
62. Weiter auf Helgolandkai
0,5 km
63. Rechts abbiegen
76 m
64. Fähre in Richtung Helgoland nehmen
64,8 km
65. Geradeaus auf Hafenstraße
0,3 km
66. Links halten, um auf Hafenstraße zu bleiben
0,3 km
67. Hafenstraße verläuft leicht nach rechts und wird zu Invasorenpfad
0,1 km
68. Weiter auf Am Südstrand
0,2 km
Helgoland

Sind ja nur 68 Schritte.

Toll sind auch die detaillierte Hiweise:

Autobahnen vermeiden [...]
Mautstraßen vermeiden [...]

Sortieren nach: Keine Schnellzüge
Keine Flugzeuge

Ebenfalls verfügbar: Mit dem Auto
Die Routenplanung für Fußgänger ist noch im Beta-Stadium.
Seien Sie vorsichtig! – Auf dieser Route gibt es möglicherweise keine Bürgersteige oder Fußwege.
Fußweg nach/zu Helgoland
165 km – ca. 21 Stunden, 49 Minuten


Nun gut. Durch nicht vorhandene Bürgersteige rechne ich mal mit 22 Stunden Gehzeit. Offen bleiben die Fragen nach der Gehzeit auf der Fähre und ggf. Pinkelpausen. Wären bei der Entfernung angemessen. Und erst recht bei dem strammen Schritt mit durchschnittlich 7,5 km/h.

Aber vielleicht stimmt die Gehwegzeit für Christen. Wenn die wissen, wo die Steine liegen, ist auf die Fähre locker zu verzichten.

Hmm. Ich soll Montag Mittag da sein. Ich schlaf nomma drüber und geh dann ggf. morgen Mittag los. Mit leichtem Gepäck. Vielleicht gibs aber noch ne Alternative zu dieser beta version...

Dienstag, 16. September 2008

Sträucher

Einige Buxus Exemplar3 im Garten meiner Mutter hatten den Geist aufgegeben bzw. waren in einem solch jämmerlichen Zustand, das sie des Brandhaufens der Kompostierung der Substitution bedurften.

Ab in den Pflanzencenter. Und dort setzen dann die üblichen Symptome eines guten Ladens ein: Langes Bummeln, viel Schnacken und abschließender Kaufrausch...

... nach Hause sind wir dann unter anderem mit Nandina domestica `Fire Power`, Skimmia japonica, Leucothoe catesbaei `Zeblid`, und Weigelia gezogen. Die alten Strächer waren recht schnell ausgemacht, einen kleinen Erdaustauch gabs für die neuen Gehölze auch noch und dann konnte die neue Anpflanzung auch von der Nachbarin R abgesegnet werden. Sie ist es übrigens gewesen, die das Pflanzen von Berberis julianae verhinderte. Aber viellicht begenet mir noch etwas anderes mit noch schöneren Stacheln bzw. Dornen ;-)
Mal schauen was ich dann im Frühjahr im Garten meiner Mutter pflanzen kann...

Sonntag, 14. September 2008

Ein nettes Auswärtsspiel in der Vergangenheit

Eine Reise in Die aufstrebende Industriestadt, Die junge Stadt im Grünen, in die Junge Stadt mit Zukunft, um nur ein paar Selbstbilder anzudeuten, das Dorf meiner Jugend is eine Reise wert.

Das Privileg nicht nur meine Familie wieder zusehen, sondern gleichzeitig meine eigener Vergangenheit bewusst zu begegnen und mit meiner selbstgeschaffenen und aktuellen Lebenswelt zu verknüpfen, genieße ich zugegebenermaßen.

Entgegnen meiner Jugend in der Vorstadt fährt die Straßenbahn nicht mehr nur zum VW Werk, sonder fährt schon seit einigen Jahren weit über das Zentrum besagter Vorstadt hinaus. Als Jusos haben wir von dieser verkehrspolitischen Maßnahme nur geträumt. Wenn auch laut und wurden damals als Spinner bezeichnet. „Und wer soll das bezahlen???“

Ein Standard, schon sein einigen Jahren… Gern angenommen… Die erste Haltestelle soll angeblich die einzige ihrer Art in das ganzen deutschen Republik sein. Sie trägt den schönen Namen „Kleingartenverein“. Soll die einzige Kleingartenanlage bie den Deutschen sein die eine eigene Straßenbahnhaltestelle hat. Das wünschte ich mir für unsere Kolonie auch… aber in meinen Dorf sind die Verantwortlichen weder fähig den Bahnhof mal angemessen zu renovieren, geschweige denn ein Konzept mit Hand- und Fuß für den Innenstadt Verkehr zu erstellen.

Auch wenn Tram fahren ein kurzweiliges Vergnügen ist, komme ich mit einigen Jugendlichen ins Schnacken. Fußballfans… Auch spielende Anhänger des KSV, nein nicht Hessen Kassel, sondern KSV Baunatal… Eine Rivalität, nein eine Grundeinstellung, eine gute Grundeinstellung, die sofort Freu(n)de macht… Es hat sich nix verändert - und das ist auch gut so. Das war schon nett, wie auch überraschend. Jugendliche mit Migrationshintergrund aus einem türkischmuttersprachigen Bereich, umgänglich , kommunikativ, friedlich… Das Verstoß gegen Stereotype muss nicht schlecht sein.

Sieben Haltestellen weiter steige ich aus, stehe gerade mal 3 min an der weiterführenden Bushaltestelle, kommen mir Melsungen Fans entgegen und grüßen mich. Das wäre wohl im Fußball nicht möglich, wo sich beschalte und ähnlich gemarkerte Fans eher eins auf die Nuss gegeben hätten. Die beiden kommen nach ein paar Minuten wieder und bieten mir an mit ihnen gemeinsam zur Halle zu gehen. Sehr nett!

Da ich allerdings mit dem Bus fahren will, sehe ich noch ein paar Minuten weiter dort. Aber wieder nicht lange alleine… Ich werde von dem wahrscheinlich einzigem existierenden Kassel Fan der SG Weiche Handewitt angesprochen… Langsam wird mir es mir schon fast zu nett in Kassel ;-)

Dass die Halle eine originäre Messehalle ist, wusste ich auch schon zu vor. Das deshalb der Boden schecht bis schlampig verklebt worden ist, wundert mich dann aber doch. Das der sound in der Halle durch das wellblechartige Dach nicht nur ein bisschen nach Jahrhunderte alter Fabrikhalle klingt, ist dagegen konsequent.

Ich freue mich dann auch schnell meine SG Truppe aus dem Fanbus zu treffen, auch meine Nachbarn. Eine tolle Stimmung, Manager, Spieler und die restliche Bank zeigen auch dass sie froh sind, ein kleines Trüppchen von ca. 25 Flensburger Anhängern auf einem Auswärtsspiel dabei zu haben.

Krönung unseres Fan Spektakels: Die Flensburg – Handewitt Rufe zwischen dem Fanclub, 23 Leute, und der Stehtribüne, 2 Leute… Auch auf der Bank fängt man an sich zu freuen und zu lachen… Eine nette Einlage für die restlichen ca. 2.300 Zuschauer in der Halle.

Das Spiel wird dann auch locker mit 38:32 gewonnen. Die SG hat das gut im Griff gehabt. Gleich nach dem Schlusspfiff schießt mein Kasseler SG Fan hoch und sprintet aus der Halle. In aller Ruhe gönnen wir uns noch ein Sieges Bierchen oder zwei… bevor ich feststellen kann, dass der letzte Bus zur Straßenbahn schon wech ist…

Ein kleiner Dauerlauf durch das unbeleuchtete BuGa Gelände… Ein bisschen Licht wäre nicht schlecht gewesen… Schon grotesk, aber irgendwie komme ich durch diesen verwinkelten Park dann durch. Schließlich hat sich in den schlappen 25 Jahren in denen ich ihm nicht mehr gewesen bin auch nicht soooooo viel verändert… Ankommen an der letzten Straßenbahn ist alles.

Immerhin bin ich dann um 00:45 in der Falle. Erstaunlich dass so lange noch der ÖPNV zu nutzen ist. Auch dass hätten wir uns Anfang der Achtziger nicht zu träumen gewagt. Die Dinge verändern sich langsam, aber sie verändern sich. Und die Spinner von gestern sind die Normalos von heute. Wer Kommunalpolitik macht, sollte im Kopf haben…

Dienstag, 9. September 2008

Einigkeit und das Recht auf das Recht auf Freiheit des besoffenen Deutschlands

Deutschland. Einig besoffenes Vaterland.

Alkohol hat es gut in Deutschland. Ein wichtiger Wirtschaftszweig. Jedes Jahr rödeln Juristen in Goslar rum und fordern beim Verkehrgerichtstag das Alkohol im Straßenverkehr nix zu suchen hat.

Das würde auch jeder unterschreiben.

Es sei denn er hat gewisse Interessen.

Zum Beispiel der Staat Deutschland. Alkohol is ne Droge. Aber legal. Weil besteuert. Oder besteuert weil legal??? Who the hell cares? Nicht der Staat...

Die Perversion, dass wir uns weit aus mehr als ne Million alkoholranke Menschen in Deutschland leisten, die wir großherzig beim Viel des Vielen in Spritkliniken stecken um sie anschließend wieder einer saufenden bis besoffenen Gesellschaft zu zuführen, geht keiner an.

Hauptsache wir können das über die Krankenkasse abwickeln abrechnen.

Nun kommt aber der militärische verlängerte Arm die Budesvereinigung der Winzer, Brauer und Sodbrenner der Verband privater Rundfunk und Telemedien e. V. zu Wort:
[...]
Im Sinne des mündigen, eigenverantwortlichen Verbrauchers ist gemäß der Empfehlungen des Drogen- und Suchtrats darüber hinaus jeder Ansatz zu begrüßen, der zur Alkoholprävention auf die „Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz“ abzielt. „Gesundheitskompetenz“ und ein „verantwortungsbewusster Alkoholkonsum“ lassen sich nach unserer Auffassung jedoch nicht durch gesetzliche Verbote, „Maßnahmen zur Einschränkung der Verfügbarkeit“, die staatliche Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger mit Blick auf ihre individuelle Lebensführung, den Zwang zum Konsumverzicht, geschweige denn über Verbote von Werbung für Produkte erzwingen, die legal im Handel zu erwerben sind. Zumal der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung erwiesenermaßen durchaus in der Lage ist, alkoholische Getränke verantwortungsbewusst zu konsumieren.

In einer demokratischen Gesellschaft ist eine gezielte Lenkung des Lebensstils der Bevölkerung durch staatliche Intervention in persönliche Lebensbereiche auch mit Blick auf einen grundsätzlich zu begrüßenden gesundheitspolitischen Präventionsansatz mindestens als fragwürdig, wenn nicht sogar als unverhältnismäßig anzusehen.
[...]


Immerhin wird hier davon ausgegangen dass "der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung" halbwegs noch bei Trost ist. Wahlen, besonders die Wahlbeteiligung, zeigen regelmäßig, wie kühn diese These ist.

Oder hat der Verfasser obiger Thesen bereits einen im Tee gehabt???

Samstag, 6. September 2008

Lichtblick in die Bewusstlosigkeit

Die Diskussion um die klimatischen Veränderungen auf dem Planeten Erde hat schon einige merkwürdige Argumentationsketten mit sich gebracht.

Hierzu gehört auch das Setzen auf die Atomkraft. Die Ideologie des sauberen Stroms erhält derzeit eine Frischzellenkur. Klar, das ungebremste Verbrennen der fossilen Brennstoffe führt unweigerlich zu einer globalen Katastrophe zum Ausrotten der Humanoiden.

Und ich fühle mich wieder in die 80er zurückversetzt, in denen wir ein unglaublich starkes Argument gegen Atomkraft hatten: Wohin mit dem Müll???

Nun ist im Jahre 2008 ein blödes Problem in Deutschland aufgetaucht. So kann ich denn heute folgende news lesen :

Bundesamt für Strahlenschutz
Atommüllproblem systematisch unterschätzt

Das Problem der Endlagerung von Atommüll ist nach Ansicht des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) jahrzehntelang systematisch unterschätzt worden. Die frühere Sorglosigkeit sei aus heutiger Sicht kaum noch nachvollziehbar, sagte BfS-Präsident Wolfram König der "Berliner Zeitung". Sie habe viel mit der damaligen Atom-Euphorie zu tun.

Das schadhafte Atommülllager Asse sei ein Beispiel dafür, was man alles falsch machen könne, wenn man sich nicht von Anfang an um eine ernsthafte Sicherheitsanalyse kümmere. Das BfS hat in dieser Woche die Verantwortung für das Atomlager Asse vom bisherigen Betreiber, dem Helmholtz-Zentrum München, übernommen.

Union: Gabriel soll Endlager-Konzept vorlegen
Die Union fordert unterdessen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Konzept für die Endlagerung des deutschen Atommülls. Gabriels Kritik an den Zuständen in der Asse sei unstrittig, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Sie führe aber in der Kernfrage des Umgangs mit hochradioaktiven Stoffen nicht weiter. Zu den Hinterlassenschaften von Rot-Grün gehöre eine gewachsene Zahl nuklearer Zwischenlager an den Reaktorstandorten, wo sich mittlerweile der radioaktive Müll stapele.

Gabriel reagiere mit Unverständniss auf die Forderungen. Die Union müsse ihre international isolierte Rolle bei der Endlager-Erkundung endlich aufgeben und zu einem Vergleich unterschiedlicher Standorte anhand internationaler Standards bereit sein. "Immer nur auf Gorleben zu zeigen, weil man Angst vor diesem Vergleich hat, führt in die Sackgasse", sagte Gabriel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am Freitag offen für Gorleben als einziges Endlager für hochradioaktiven Atommüll ausgesprochen. Sie stellte sich damit gegen die Forderung des Koalitionspartners SPD, bundesweit nach alternativen Standorten zu suchen. Für die Erkundung Gorlebens seien bisher schon "Milliarden und Abermilliarden" ausgegeben worden, sagte sie. "Ich habe keine Lust, weitere Milliarden auszugeben." Ungeachtet der ungelösten Frage der Atommüll-Endlagerung setzt Merkel weiterhin auf Atomkraft. Sie sprach sich dafür aus, den Atomausstieg rückgängig zu machen. Der Koalitionspartner SPD lehnt das ab.


Die Bilder von so`n paar ollen Fässern und der Politmaske Norbert Röttgen hab ich mal entfernt. Die machen inhaltlich nix.

Erscheckend ist dagegen, dass seit den 80ern das ungeklärte Endlager Problem ignoriert worden ist.
Da ist es ein Lichtblick, dass selbst staatliche Organe mal was merkeln merken. Das mit einer einzigartigen Arroganz, der Negierung des Abfallproblems, auch meinen drei Patenkindern, ein Genozid hinterlassen wird, werden die, die staatllchlich garantierten Profite abschröfen, nicht mehr erleben. Ob eine ignorante Masse an Leuten, die duch die Vogel Strauß Politik brilliert, das noch ausbadet, obliegt mehr oder weniger zufälligen Ereignissen und Entscheidungen.

Es ist wieder losgegangen!

Die Olympics waren ja nur Konserve, macht auf Dauer keinen Spaß, und ich will mehr!
Diese Woche ist nun die HBL (HandballBundesLiga) wieder gestartet. Frisch Auf hat Gunmmibach mit 38:31 von der Platte geputzt. THW schenkte Dormagen in eigener Halle nen Punkt. Etwas überraschend für mich. Aber davon lebt ja die Liga.

Nach dem die Liga kräftig aufgerüstet in den Geldtopf gegriffen hat, droht eine 2-Klassen Gesellschaft in der ersten Liga. Haben und durchgereicht werden...

Klar, dass ich von meinem eigenen Team einiges erwarte. Das erste Spiel gegen Balingen war ein guter Auftakt. Die Moral hat af dem Spielfeld gestimmt. Und die Stimmung war bei uns im Stehblock wie immer - top! Nicht nur ich habe es genossen... Auch das darauf folgende Heimspiel bei meinen Nachbarn ;-)

Realistisch betrachtet wird es jedoch sehr schwer ganz oben mitzuspielen. Mein Ziel ist die Championsleague Qualifikation. Frag mich im Mai 2009, ob ich es erreicht habe...

Samstag, 30. August 2008

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Ach nee... doch kein Rückfall der FR in die 80er Jahre:

Aktionen am vermutlich letzten US-Atomwaffenlager in Deutschland

Büchel (dpa) - Am vermutlich letzten Lagerstandort von US- Atomwaffen in Büchel in der Eifel haben Aktionen der Friedensbewegung begonnen. Am Nachmittag ist eine Kundgebung vor dem Haupttor des Lagers geplant. Die Polizei rechnet mit mindestens 2000 Teilnehmern. Sie ist mit mehreren hundert Beamten im Einsatz, da nicht auszuschließen ist, dass auch gewaltbereite Demonstranten anreisen. Büchel im Norden von Rheinland-Pfalz soll der letzte in Deutschland verbliebene Standort von Atomwaffen sein.


Tscha, so sieht das mit der Souveränität der Deutschen aus. Sie wissen noch nicht einmal was für Waffen barbarische Massenvernichtungswaffen auf ihrem Grund und Boden lagern.

Da hilft nur aufräumen... ein demokratischer Prozess. Aber wollen die Deutschen das wirklich? Oder doch lieber am Hindukusch ein bisschen Krieg spielen? Mit ein bisschen Tod???

Vertrauen in den Staat?

Es gibt genügend Situationen in den du einfach deinem Gegenüber und auch dem Staat vertrauen musst. Weil es eben nicht anders geht.

Es gibt auch Situationen in den dich deine Erfahungen belehren, dass du zu Recht kein Vertauen haben kannst. Allein duch Zeitunsglesen bekommst du mehr mit, als du wahrhaben willst:

Belgier sechs Tage nach Strahlenunfall zur Vorsicht aufgerufen

Brüssel (dpa) - Sechs Tage nach dem Austritt radioaktiver Stoffe in einem Betrieb für Medizinprodukte hat die belgische Regierung die Anwohner zur Vorsicht aufgerufen. Zunächst hatte es geheißen, von dem entwichenen Jod-131 gehe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung aus. Jetzt riet die belgische Atomaufsichtsbehörde den Bewohnern mehrerer Gemeinden rund um die Anlage in Fleurus südlich von Brüssel davon ab, frisches Obst und Blattgemüse aus ihren Gärten zu essen. Auch Regenwasser sollte nicht genutzt werden.


Ein Musterbeispiel. Das Herunterspielen der Konsequenzen von Atomunfällen und Atompannen ist ein Fakt der parallel zu Einsatz der Atomkraft läuft. Zu mächtig sind da die Interessen vom Atomlobby, staatlich garantierten Profiten der Konzerne und der Politik.

Wer es kokreter haben will, hake mal beim Umgang mit Störfällen und den Protokollen hierzu nach. Allein der Aspekt der nichtöffentlichen Dokumentationen lässt jedem aufrecheten Demokraten den Kamm anschwellen.

Parlamentarische Kontrolle??? Da ist Al Bundy aufrichtiger...

AJs verden

Danmark er et dejligt land...

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Auch wenn ich gerade...
Auch wenn ich gerade von ner Exkursion auf Hallig Hooge...
aj-flensborg - 2012-09-02 16:32
Wow, ich dachte, ich...
Wow, ich dachte, ich hätte schon lange nichts mehr...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-07-23 19:59
Fisch Sonntag (16)
Überbackenes Schollenfilet. Schnell. Lecker. MSC Zertifziert. Salat....
aj-flensborg - 2012-01-15 22:53
Also eigtl. sollte da...
Also eigtl. sollte da jetzt ":S" stehen!
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:24
*hehe* Die von Kabel...
*hehe* Die von Kabel Deutschland sind auch nicht viel...
Ali Schwarzer (Gast) - 2012-01-13 02:23

Suche

 

Status

Online seit 6969 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2012-09-02 16:32

Credits